Überstunden nicht im vertrag geregelt

Ihr Arbeitgeber muss möglicherweise Ihre Arbeitsbedingungen oder Arbeitsmuster aufgrund geschäftlicher oder wirtschaftlicher Faktoren ändern. Ihr Arbeitsvertrag kann jedoch nur geändert werden, wenn sowohl Sie als auch Ihr Arbeitgeber damit einverstanden sind. Die Entscheidung, Überstunden zu bezahlen, liegt beim Arbeitgeber. Wenn Sie Überstunden bezahlen, können Sie auch den Satz festlegen, sofern er bei oder über dem Mindestlohn liegt. Es ist wichtig zu beachten, dass Sie sich an alle Überstundenbedingungen halten müssen, die Sie in den Vertrag Ihres Mitarbeiters aufnehmen. Die Bedingungen für die Nutzung dieser zusätzlichen Stunden durch Teilzeitbeschäftigte und der Satz, zu dem sie bezahlt werden, können ausschließlich in die Zuständigkeit des Rechts und des individuellen Arbeitsvertrags fallen. In nur wenigen Ländern sind sie auch Gegenstand von Tarifverhandlungen, die sich mit Fragen wie der Höchstzahl dieser Stunden, dem Satz, zu dem sie bezahlt werden sollten, dem Recht des Arbeitnehmers, ihn zu verweigern, und der Höhe der Kündigung befassen. Diese Fragen scheinen kein großes Thema bei Denkverhandlungen oder staatlichen Interventionen zu sein. In Frankreich sind die zusätzlichen Stunden jedoch gesetzlich auf 10 % der im Teilzeitarbeitsvertrag festgelegten Arbeitszeit begrenzt, eine Obergrenze, die durch eine Vereinbarung auf Sektorebene auf 33 % angehoben werden kann, was einen bemerkenswerten Anreiz für Verhandlungen über dieses Thema darstellt. Die bemerkenswerteste Entwicklung in diesem Bereich ereignete sich 1998 in Spanien, als eine Vereinbarung zwischen der Regierung und den Gewerkschaften (von den Arbeitgeberorganisationen abgelehnt) die Bedingungen für die Verwendung von Teilzeitarbeit und zusätzlichen Stunden (ES9811289F) einschränkte. Im Jahr 2001 wurden diese Vorschriften jedoch durch ein Regierungsdekret (ES0103237F) erheblich gelockert, insbesondere indem der Höchstbetrag der zusätzlichen Stunden von 15 % auf 60 % der vertraglichen Arbeitszeit durch Tarifvertrag erhöht werden kann. Betrachten Sie eine Situation, in der der Arbeitgeber Disziplinarmaßnahmen gegen einen Mitarbeiter ergreifen müsste, der ständig zu spät kommt (siehe Disziplinarfragen).

Das Gesetz sieht vor, dass der genaue Zeitpunkt für Beginn, Dauer und Ende des Arbeitstages im Arbeitsvertrag oder in den internen Arbeitsregeln (Art. 100 Arbeitsgesetzbuch) festgelegt ist. Wenn solche Bestimmungen nicht in diesen Dokumenten enthalten sind, kann es unmöglich sein, Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen.