Tarifvertrag gesetz vorrang

Jeder Mitarbeiter muss eine tägliche Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen haben. Die gesetzliche Ruhezeit beträgt mindestens 11 aufeinanderfolgende Stunden (Arbeitsgesetzbuch, Artikel L3131-1). Ausnahmen von diesem Zeitraum können jedoch durch Vereinbarung oder Vereinbarung festgelegt werden (Arbeitsgesetzbuch, L3131-2). Ein Tarifvertrag kann jedoch nicht dazu führen, dass die tägliche Ruhezeit auf weniger als neun Stunden verkürzt wird. Arbeitnehmer dürfen nicht länger als sechs Tage hintereinander arbeiten (Arbeitsgesetzbuch, Artikel 3132-1) und die wöchentliche Mindestruhezeit beträgt 35 Stunden (Arbeitsgesetzbuch, Artikel 3132-2). Ausnahmen sind jedoch möglich. Schiedsverfahren ist eine Methode der Streitbeilegung, die als Alternative zu Rechtsstreitigkeiten verwendet wird. Es wird üblicherweise in Tarifverträgen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern als Weg zur Beilegung von Streitigkeiten bezeichnet. Die Parteien wählen einen neutralen Dritten (einen Schiedsrichter) aus, um eine formelle oder informelle Anhörung zu den Meinungsverschiedenheiten abzuhalten. Der Schiedsrichter erlässt dann eine für die Parteien verbindliche Entscheidung. Sowohl Bundes- als auch Landesrecht regelt die Praxis der Schiedsgerichtsbarkeit. Während das Bundesschiedsgesetz nach eigenen Angaben nicht auf Arbeitsverträge anwendbar ist, wenden Bundesgerichte das Recht zunehmend in Arbeitskämpfen an.

18 Staaten haben das Uniform Arbitration Act (2000) als Staatsrecht verabschiedet. So können die Schiedsvereinbarung und die Entscheidung des Schiedsrichters nach Landes- und Bundesrecht vollstreckbar sein. Teilzeitarbeit ist definiert als Arbeitszeit unter 35 Stunden pro Woche, die anwendbare Arbeitszeit, die durch einen Tarifvertrag oder die übliche Arbeitszeit des Unternehmens festgelegt wird. Das Arbeitsgesetzbuch sieht eine Mindestarbeitszeit von 24 Stunden pro Woche vor, die durch vereinbarungen auf sektoraler Ebene mit Ausgleichszahlungen verkürzt werden kann (Arbeitsgesetzbuch, L. 3123-19). Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten ist in den letzten 30 Jahren langsam, aber stetig gestiegen. Im Jahr 2018 arbeiteten nach Eurostat-Angaben 17,8 % der französischen Arbeitskräfte teilzeitbeschäftigt. Nationale Daten deuten darauf hin, dass der Anstieg der Teilzeitarbeit bei Männern stärker ist als bei Frauen, obwohl letztere immer noch deutlich häufiger mit reduzierten Arbeitszeiten arbeiten.

Der begriff der Friedensklausel, der in Tarifverträgen enthalten ist, ist in Frankreich unbekannt, da er als Verstoß gegen das verfassungsmäßige Streikrecht angesehen werden könnte. Jeder Vollzeitbeschäftigte, der seit mindestens 6 Monaten in derselben Einrichtung beschäftigt ist, kann eine Teilzeitbeschäftigung beantragen (Art. 8 Abs. 1). Der Arbeitgeber nimmt diesen Antrag an, es sei denn, er hält den Antrag aus betrieblichen Gründen für nicht durchführbar, z. B. wenn die Verkürzung der Arbeitszeit negative Auswirkungen auf die Organisation, den Arbeitsfluss oder die Sicherheit haben kann oder zu übermäßigen Kosten führen würde. Andere akzeptable Gründe für die Ablehnung können durch Tarifverträge angegeben werden. Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungs- und Mitbestimmungsrecht.